Pulmonale Hypertonie
Die pulmonale Hypertonie ist eine schwerwiegende Erkrankung, bei der der Blutdruck in den Lungengefäßen dauerhaft erhöht ist. Dies führt zu einer zunehmenden Belastung des rechten Herzens und kann unbehandelt in eine Herzschwäche übergehen. Betroffene leiden häufig unter Atemnot, Erschöpfung und eingeschränkter Leistungsfähigkeit, oft lange bevor eine eindeutige Diagnose gestellt wird. Die Erkrankung kann eigenständig auftreten oder als Folge anderer Lungen-, Herz- oder Systemerkrankungen entstehen. Aufgrund unspezifischer Symptome und komplexer Ursachen wird pulmonale Hypertonie häufig spät erkannt, was die Behandlung erschwert und den Krankheitsverlauf negativ beeinflusst.
Forschung im Bereich Pulmonale Hypertonie
Im Forschungsnetzwerk BREATH erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die molekularen, zellulären und vaskulären Mechanismen, die zur Entstehung und zum Fortschreiten der pulmonalen Hypertonie beitragen – vom Kindesalter bis ins Erwachsenenalter. Die enge Zusammenarbeit zwischen pädiatrischer und adulter Pneumologie ermöglicht es, Krankheitsverläufe über die gesamte Lebensspanne hinweg systematisch zu untersuchen. Ein Schwerpunkt liegt auf Umbauprozessen der Lungengefäße, gestörter Gefäßregulation und Entzündungsreaktionen. Zudem wird erforscht, wie sich besondere klinische Situationen, etwa eine Schwangerschaft bei pulmonaler Hypertonie, auf Risiko, Verlauf und Therapie auswirken.
Ein weiterer Fokus der BREATH-Forschung liegt auf der Identifikation von Biomarkern, die eine frühere Diagnose und eine genauere Prognose ermöglichen sollen. Hannover ist am internationalen COMPERA-Register beteiligt, das klinische Daten von Patientinnen und Patienten mit pulmonaler Hypertonie systematisch erfasst und für wissenschaftliche Analysen nutzbar macht. Klinische und translationale Studien prüfen neue medikamentöse Therapieansätze sowie Strategien zur personalisierten Behandlung. Ziel ist es, das Verständnis der Erkrankung zu vertiefen und die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit pulmonaler Hypertonie nachhaltig zu verbessern.
Fuge, Jan PD Dr.
Datenmanagement und Statistik, Klinik für Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie – MHH
Glandorf, Julian M. W. PD Dr.
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie – MHH
Hoeper, Marius Prof. Dr.
Klinik für Pneumologie und Infektiologie – MHH
Kamp, Jan-Christopher PD Dr.
Klinik für Pneumologie und Infektiologie – MHH
Martin, Ulrich Prof. Dr.
Leibniz Forschungslaboratorien für Biotechnologie und künstliche Organe – MHH
Meyer, Bernhard Prof. Dr.
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie – MHH
Neubert, Lavinia PD Dr.
Institut für Pathologie – MHH
Olmer, Ruth Dr.
Leibniz Forschungslaboratorien für Biotechnologie und künstliche Organe – MHH
Olsson, Karen Prof. Dr.
Klinik für Pneumologie und Infektiologie – MHH