Forschung

Im Forschungsnetzwerk BREATH arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Medizin und Naturwissenschaften gemeinsam an der Erforschung von Lungenerkrankungen.

Unser Ziel

Bei BREATH untersuchen wir krankheitsrelevante Mechanismen von der molekularen Ebene bis hin zur klinischen Anwendung und decken dabei ein breites Spektrum von akuten, chronischen, obstruktiven und fortgeschrittenen Lungenerkrankungen sowie regenerative Prozesse ab. Ziel unserer Forschung ist es, einerseits neue Erkenntnisse aus dem Labor systematisch in die medizinische Praxis um zu überführen, andererseits Fragestellungen aus der Klinik in der Forschung zu adressieren, und so Prävention, Diagnostik und Therapie nachhaltig zu verbessern.

Publikationen

Die Forschenden bei BREATH veröffentlichen ihre Ergebnisse regelmäßig in renommierten internationalen Fachzeitschriften. Um diese wissenschaftlichen Arbeiten transparent und gut zugänglich zu machen, haben wir sie in einer zentralen Publikationsübersicht gebündelt. Eine komfortable Such- und Filterfunktion ermöglicht den gezielten Zugriff nach Themen, Autorinnen und Autoren oder Jahren.

Alle Publikationen beim DZL

Krankheitsbereiche

Im Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL) bündeln Forschende ihre Expertise in acht zentralen Krankheitsbereichen. Diese thematische Struktur schafft gemeinsame Bezugspunkte, fördert den standortübergreifenden Austausch und bildet die Grundlage für eine gezielte, koordinierte Lungenforschung, die im Folgenden näher vorgestellt wird.

Plattformen

Ergänzend zu den Krankheitsbereichen verfügt das Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL) über krankheitsübergreifende Plattformen. Sie stellen zentrale Ressourcen, Technologien und Expertise bereit und ermöglichen es, Forschungsansätze standort- und indikationsübergreifend zu verknüpfen und effizient weiterzuentwickeln.

Biobank

Die Plattform Biobank bildet eine zentrale Grundlage der Forschung im DZL. Bei BREATH koordiniert die Hannover Unified Biobank (HUB) der Medizinischen Hochschule Hannover die qualitätsgesicherte Sammlung, Verarbeitung und Lagerung von Biomaterialien aus klinischen Studien und Forschungsprojekten. Durch standardisierte Prozesse und den standortübergreifenden Zugriff ermöglicht sie vergleichbare Analysen, unterstützt die Identifikation von Biomarkern und schafft die Voraussetzung, Krankheitsmechanismen systematisch zu untersuchen und in klinisch relevante Fragestellungen zu überführen.

Forschungsteam der Hannover Unified Biobank

Bioinformatik

Die Bioinformatik-Plattform stellt spezialisierte Methoden und Expertise zur Analyse komplexer biologischer und klinischer Datensätze bereit. Sie unterstützt die Auswertung von Omics-Daten ebenso wie die Integration unterschiedlicher Datenquellen. Durch standardisierte Analysepipelines und standortübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht sie vergleichbare Ergebnisse und hilft, molekulare Zusammenhänge und krankheitsrelevante Muster in großen Datensätzen sichtbar zu machen.

Portrait Dr. rer. nat. Svenja Gaedcke, Kommissarische Leiterin der Plattform Bioinformatik.

Dr. rer. nat. Svenja Gaedcke Kommissarische Leiterin der Plattform Bioinformatik

Datenmanagement

Die Datenmanagement-Plattform sorgt für die strukturierte, sichere und datenschutzkonforme Erfassung von Forschungsdaten bei BREATH. Sie etabliert gemeinsame Standards und Workflows, um heterogene Daten aus verschiedenen Projekten zusammenzuführen und langfristig nutzbar zu machen. Dadurch verbessert sie die Datenqualität, erleichtert den standortübergreifenden Zugriff und schafft die Grundlage für reproduzierbare Analysen und effiziente wissenschaftliche Zusammenarbeit.

Portrait of Dr. Jan Fuge, head of the BREATH Data Management and Statistics Platform.

Dr. Jan Fuge
Leiter der BREATH-Plattform
Datenmanagement und Statistik

Imaging

In der Plattform Lung Imaging werden klinische Bildgebungsdaten aus CT und MRT mit molekularen und elektronenmikroskopischen Verfahren verknüpft. Ziel ist es, neue diagnostische Parameter zu entwickeln und frühe Anzeichen von Lungenerkrankungen mithilfe KI-basierter Analysemethoden zu erkennen. Gleichzeitig wird die normale Alterung der Lunge untersucht, um verlässliche Referenzwerte zu schaffen. Automatisierte Auswertungsverfahren sollen dazu beitragen, Lungenerkrankungen künftig früher und präziser zu diagnostizieren.

Forschungsteam der Plattform Imaging – Mikroskopie

Forscherteam der Plattform Imaging – Radiologie (v.l.n.r.: Claas Warnecke, Dr. Milan Speth, PD Dr. Julian Glandorf, Prof. Dr. Hoen-oh Shin, Prof. Dr. Frank Wacker, PD Dr. Till F. Kaireit, Dr. Agilo Kern, Prof. Dr. Sabine Dettmer, Marius Klein, Marcel Eicke, Prof. Dr. Diane Renz, Jamie Temple, Robin Müller, Kirsten Schmidt)

Pathologie

Die Pathologie-Plattform bei BREATH verknüpft morphologische, molekulare und digitale Analysen von Lungengewebe aus experimentellen Modellen und klinischen Proben. Sie ermöglicht die detaillierte Charakterisierung krankheitsrelevanter Veränderungen auf zellulärer und subzellulärer Ebene und schafft die Verbindung zwischen strukturellen Befunden, molekularen Mechanismen und klinischen Daten. Damit leistet die Plattform einen zentralen Beitrag zum Verständnis von Krankheitsprozessen und zur Validierung translationaler Forschungsansätze.

Dr. Lavinia Neubert

Leitung der AG Lungenforschung am Institut für Pathologie und PI im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL, Standort BREATH Hannover)

PD Dr. Jan-Christopher Kamp

Leitung der AG Lungenforschung am Institut für Pathologie und PI im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL, Standort BREATH Hannover)

Univ.-Prof. Dr. Danny D. Jonigk, FRCPath

Gründer der AG Lungenforschung am Institut für Pathologie und PI im Deutschen Zentrum für Lungenforschung

Faculty der BREATH Plattformen

Finden Sie hier die Mitglieder der BREATH Faculty aufgeführt nach der Reihenfolge der oben genannten Plattformen in alphabetischer Reihenfolge:

BIOBANK

Fuge, Jan PD Dr.
Datenmanagement und Statistik, Klinik für Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie – MHH

Gaedcke, Svenja Dr.
Bioinformatik, Klinik für Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie – MHH

Li, Yang Prof. Dr.
Centre für Individualisierte Infektionsmedizin (CiiM) – HZI Braunschweig – MHH

Marschollek, Michael Prof. Dr.
Peter L. Reichertz Institut für Medizininformatik – MHH

Schupp, Jonas C. Prof. Dr.
Klinik für Pneumologie und Infektiologie – MHH

IMAGING

Dettmer, Sabine PD Dr.
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie – MHH

Knudsen, Lars Prof. Dr.
Institut für Funktionelle und Angewandte Anatomie – MHH

Labode, Jonas Dr.
Institut für Funktionelle und Angewandte Anatomie – MHH

Meyer, Bernhard Prof. Dr.
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie – MHH

Mühlfeld, Christian Prof. Dr.
Institut für Funktionelle und Angewandte Anatomie – MHH

Renz, Diane Prof. Dr.
Institut für Funktionelle und Angewandte Anatomie – MHH

Schipke, Julia PD Dr.
Institut für Funktionelle und Angewandte Anatomie – MHH

Schmiedel, Andreas Prof. Dr.
Institut für Funktionelle und Angewandte Anatomie – MHH

Shin, Hoen-oh Prof. Dr.
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie – MHH

Vogel-Claussen, Jens Prof. Dr.
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie – MHH und Charitè Berlin

Wacker, Frank Prof. Dr.
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie – MHH

KI / BIOINFORMATIK / DATENMANAGEMENT / STATISTIK

Fuge, Jan PD Dr.
Datenmanagement und Statistik, Klinik für Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie – MHH

Gaedcke, Svenja Dr.
Bioinformatik, Klinik für Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie – MHH

Li, Yang Prof. Dr.
Centre für Individualisierte Infektionsmedizin (CiiM) – HZI Braunschweig – MHH

Marschollek, Michael Prof. Dr.
Peter L. Reichertz Institut für Medizininformatik – MHH

Schupp, Jonas C. Prof. Dr.
Klinik für Pneumologie und Infektiologie – MHH

PATHOLOGIE

Jonigk, Danny Prof. Dr.
Institut für Pathologie – MHH und RWTH Aachen

Kamp, Jan-Christopher PD Dr.
Institut für Pathologie – MHH

Neubert, Lavinia PD Dr.
Institut für Pathologie – MHH

MANAGEMENT

Zurawski, Annegret Dr.
BREATH Geschäftsstelle – MHH

Klinische Studien

Klinische Studien sind ein zentraler Baustein, um neue Erkenntnisse aus der Forschung sicher in die medizinische Versorgung zu überführen. Im Forschungsnetzwerk BREATH werden innovative Diagnose- und Therapieansätze unter kontrollierten Bedingungen und mit hoher wissenschaftlicher Qualität geprüft. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht der aktuell bei BREATH laufenden klinischen Studien.

Alle Studien beim DZL

Eradicate

Inhaliertes Levofloxacin bei erwachsenen Bronchiektasen-Patienten mit früher asymptomatischer Pneudomonas-aeruginosa-Infektion

Projektleiter: Prof. Dr. J. Behr
Beteiligte Partnerstandorte: BREATH, CPC, UGMLC

HANSE-3

Die HANSE-Studie ist als Pilotstudie zur Erprobung eines ganzheitlichen Lungenkrebs-Screenings an zertifizierten Lungenkrebszentren konzipiert.

Projektleiter: Prof. Dr. Jens Vogel-Claussen
Beteiligte Partnerstandorte: BREATH, ARCN

HELP-PCD 

Wirksamkeitsstudie für die Verwendung von hypertoner Kochsalzlösung bei Personen mit Primärer ZIliärer Dyskinesie

Projektleiter: Prof. Dr. Felix Ringshausen, Dr. Isabell Pink
Beteiligte Partnerstandorte: BREATH, CAPNETZ-STIFTUNG, Charité, CPC

MOVEINTO-ARDS 

Molekulare Phänotypisierung nach individualisierter Therapie von Patienten mit aktuem respiratorischen Versagen

Projektleiter: PD Dr. Benjamin Seeliger
Beteiligte Partnerstandorte: BREATH, Charité, UGMLC, KKS Marburg

TEFIBOS (Anti-TSLP-mab)

bei progredienter interstitieller Lungenfibrose mit Nachweis von Eosinophilie

Projektleiter: PD Dr. Benjamin Seeliger
Beteiligte Partnerstandorte: BREATH, KKS Marburg

Versorgungsforschung

Der demographische Wandel, die gesellschaftlichen Veränderungen und ein sich wandelndes Anspruchsdenken stellen drei der zukünftigen Herausforderungen des deutschen Gesundheitswesens dar.

Die Versorgungsforschung will eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung mit dem Resultat des bestmöglichen Outcome für die Patienten erreichen. Daher fungiert dieser Bereich der Forschung als Schnittstelle zwischen z.B. klinischer, sozialwissenschaftlicher und wirtschaftswissenschaftlicher Forschung.

Auch das DZL hat sich diesem Thema angenommen. Bei BREATH wird, in Kooperation mit weiteren DZL-Partnern, in den Krankheitsbereichen End-stage lung disease, DPLD und COPD an der Verbesserung der Versorgung von Patienten geforscht.

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