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Pneumonie und Akutes Lungenversagen (PALI)

Pneumonien und das akute Lungenversagen (Acute Respiratory Distress Syndrome, ARDS) gehören zu den schwersten akuten Erkrankungen der Lunge. Die Pneumonie ist eine meist durch Bakterien, Viren oder andere Erreger verursachte Entzündung des Lungengewebes und zählt weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten. In schweren Fällen kann sie in ein akutes Lungenversagen übergehen, bei dem eine überschießende Entzündungsreaktion die Lunge so stark schädigt, dass der Gasaustausch nicht mehr ausreichend möglich ist. Betroffene benötigen häufig eine intensivmedizinische Behandlung und künstliche Beatmung. Trotz moderner Therapieoptionen sind Pneumonie und ARDS weiterhin mit hoher Sterblichkeit und langfristigen gesundheitlichen Einschränkungen verbunden.

Im Forschungsnetzwerk BREATH untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Mechanismen, die Entstehung, Verlauf und Schwere dieser akuten Lungenerkrankungen bestimmen. Im Mittelpunkt stehen die Interaktion zwischen Erregern und dem Immunsystem, Störungen der alveolären Barriere, Gefäßveränderungen sowie systemische Entzündungsreaktionen. Ein besonderes Augenmerk gilt der Frage, warum sich Krankheitsverläufe zwischen Patientinnen und Patienten stark unterscheiden und welche Faktoren den Übergang von einer lokal begrenzten Infektion zu einem schweren Lungenversagen begünstigen. Ein zentraler Baustein der klinischen Forschung ist die Beteiligung an der BonHanZa-Studiengruppe, die multizentrische Studien zu schweren Atemwegsinfektionen und akutem Lungenversagen durchführt. Ziel der BREATH-Forschung ist es, Biomarker für eine frühzeitige Risikostratifizierung zu identifizieren, neue diagnostische Verfahren zu entwickeln und innovative Therapieansätze zu prüfen. Durch die enge Verzahnung von experimenteller Forschung, Intensivmedizin und klinischen Studien trägt BREATH dazu bei, die Prognose von Patientinnen und Patienten mit schweren akuten Lungenerkrankungen nachhaltig zu verbessern.

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